Aufbewahrungspflichten für sogenannte Einkommensmillionäre

Seit dem Jahr 2010 müssen sogenannte Einkommensmillionäre, wie auch Gewerbetreibende oder selbständig tätige Steuerpflichtige, steuerrelevante Unterlagen aufbewahren.

Um eine solche Aufbewahrungspflicht zu schaffen, wurde mit Gesetzt vom 29.07.2009 § 147a in die Abgabenordnung (AO) eingeführt.

Steuerpflichtige, deren Summe der positiven Einkünfte mehr als 500.000 EUR im Kalenderjahr  beträgt haben die steuererheblichen Unterlagen betreffend Einnahmen und Werbungskosten 6 Jahre aufzubewahren.

Diese Aufbewahrungsfrist ist maßgebend für Steuerpflichtige, die Einkünfte von mehr als 500.000 EUR im Kalenderjahr aus folgenden Einkünften erzielen:

  • Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Sonstige Einkünfte im Sinne des § 22 EStG

Zu beachten ist, dass in die Summe der Einkünfte auch die Einkünfte aus Kapitalvermögen einzubeziehen sind, die seit dem Jahr 2009 durch die Abgeltungssteuer mit dem linearen Steuersatz von 25 % zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer abgegolten sind.

Durch § 147a AO wurden keine Aufzeichnungspflichten geschaffen, Steuerpflichtige mit den oben beschriebenen Einkünften haben keine weitergehenden Aufzeichnungen anzufertigen, sie haben aber die Unterlagen welche idR der Einkommensteuererklärung zu Grunde liegen über sechs Jahre aufzubewahren.

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